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Elterngeld: Von der Leyen widerspricht Unionsfraktionschef Kauder

Archivmeldung vom 20.07.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.07.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ursula Gertrud von der Leyen Bild: Laurence Chaperon / wikipedia.org
Ursula Gertrud von der Leyen Bild: Laurence Chaperon / wikipedia.org

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Ursula von der Leyen hat in der Debatte um das Elterngeld Unionsfraktionschef Volker Kauder widersprochen, wonach das Elterngeld nach der Bundestagswahl 2013 wegen der sinkenden Geburtenrate auf seine Wirksamkeit überprüft werden müsse.

Auf die Frage, ob Kauder recht habe, sagte von der Leyen der "Süddeutschen Zeitung": "Familienpolitik braucht viel Verlässlichkeit und Zeit, um zu wirken, das war in Frankreich und Skandinavien nicht anders." Das Elterngeld gebe es erst fünf Jahre. Trotzdem "sehen wir bereits zarteste Pflänzchen". So bekämen die Akademikerinnen, also "die Gruppe, die in Deutschland bei der Kinderfrage am auffälligsten mutlos war, jetzt langsam wieder mehr Kinder". Auch "das Zutrauen, dass man auch mit Kindern einen qualifizierten Beruf ausüben kann, wächst."

Eine der nachhaltigsten Errungenschaften des Elterngeldes sei , dass "es die Bereitschaft der Väter, sich an der Erziehung zu beteiligen, deutlich erhöht hat". Von der Leyen sagte der SZ, sie sei "begeistert von den jungen Männern, die mit den Füßen für das Elterngeld abgestimmt haben. Sie haben damit auch einen Kulturwandel in den Unternehmen ausgelöst." Das Elterngeld sei deshalb "eine sehr wichtige Maßnahme, die dem Klima für Familien in diesem Land enorm gut getan hat."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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