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Politiker von SPD und Grünen fürchten Verlängerung von AKW-Laufzeiten

Archivmeldung vom 23.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Energie- und Umweltpolitiker von SPD und Grünen befürchten durch die unnachgiebige Haltung des bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) im Streit um neue Stromtrassen eine Verlängerung der Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke.

Wie der "Spiegel" berichtet, sieht der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (Grüne) den 2011 beschlossenen Atomausstieg in Gefahr: "Kommen die Leitungen bis zur Schließung der AKW 2023 nicht, dann könnten am Ende die Atomkraftwerke weiterlaufen." Kanzlerin Angela Merkel müsse "Seehofer und seinen Populismus in die Schranken weisen". Seehofer wehrt sich gegen eine geplante Stromtrasse, die im unterfränkischen Grafenrheinfeld enden soll. Auch Baden-Württembergs stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Nils Schmid unterstellt Seehofer, die Atomkraft indirekt am Leben erhalten zu wollen. "Es wäre Seehofer zuzutrauen, dass er auf eine klammheimliche Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken setzt", sagte Schmid dem "Spiegel". Damit allerdings würde der CSU-Chef "der Großen Koalition in Berlin die Geschäftsgrundlage entziehen". Schmidt legte Seehofer nahe "das Sankt-Florians-Prinzip wieder zurückzufahren": "Wenn das Schule macht, können wir es bleiben lassen mit dem föderalen Bundesstaat."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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