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Homeoffice-Pauschale lohnt sich für Pendler oft nicht

Archivmeldung vom 01.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Kleingeld, Peanuts (Symbolbild)
Kleingeld, Peanuts (Symbolbild)

Bild: M. Großmann / pixelio.de

Die von der Bundesregierung geplante Homeoffice-Pauschale ist für Pendler, die regelmäßig lange Wege zur Arbeit zurücklegen, steuerlich in vielen Fällen nicht attraktiv. Das zeigen Berechnungen des Bundes der Steuerzahler, über welche die "Bild" berichtet.

Demnach erhält ein Alleinverdiener mit 2.500 Euro Bruttoverdienst im Monat im Falle eines geltend gemachten Arbeitswegs von 20 Kilometern durch die von den Steuerbehörden gewährte Pendlerpauschale fast 25 Euro mehr pro Jahr vom Finanzamt zurück, als wenn er im Homeoffice arbeitet.

Rainer Holznagel, Präsident des Bunds der Steuerzahler, hält die vorgesehene Homeoffice-Pauschale in Höhe von fünf Euro pro Arbeitstag aber dennoch für angemessen, da diese die im Homeoffice entstehenden Kosten decke. Holznagel sagte der Zeitung: "Arbeitnehmer, die zu Hause arbeiten, müssen dafür einen steuerlichen Ausgleich erhalten. Das Steuerrecht muss dies genauso anerkennen wie die Entfernungspauschale."

Auch der Bundesvorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, sagte der Zeitung: "Wer freiwillig wählen kann, ob er ins Büro fährt oder von zu Hause arbeitet, der steht aus steuerlicher Sicht besser da, wenn der Weg zur Arbeit mehr als 16 Kilometer beträgt." Wer von zu Hause aus arbeitet, soll den Koalitionsplänen zufolge für das Jahr 2020 eine Pauschale von fünf Euro pro Tag von der Steuer abziehen können. Mit der Pauschale sollen Mehrkosten etwa für Strom und Heizung abgedeckt werden. Strittig ist noch, welchen Höchstsatz Arbeitnehmer ansetzen können.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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