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Verband warnt vor sieben Milliarden Euro für Entschädigungen bei Netzausbau

Archivmeldung vom 13.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Vor Beginn der an diesem Dienstag startenden "Netzausbaureise" von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vor Entschädigungen an Landwirte beim Ausbau von Stromtrassen gewarnt. "Der Deutsche Bauernverband fordert jährliche Pachtzahlungen für Landwirte, auf deren Grundstücken Höchstspannungsleitungen verlegt werden sollen", sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Im Koalitionsvertrag sei dazu ein Prüfauftrag aufgenommen worden. "Summiert auf die durchschnittliche Abschreibungsdauer von Netzinvestitionen würden solche Entschädigungen rund sieben Milliarden Euro an Kosten verursachen", sagte Kapferer. Der Präsident der zuständigen Bundesnetzagentur, Jochen Homann, drückte unterdessen aufs Tempo beim Netzausbau. "Das bisherige Tempo beim Netzausbau hinkt dem raschen Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung hinterher. Der Netzausbau muss also aufholen", sagte Homann der "Rheinischen Post" und verwies auf  hohe Kosten für die Stabilisierung der Netze wegen fehlender Leitungen. "Diese Kosten werden erst wieder sinken, wenn wir beim Netzausbau substanziell vorangekommen sind."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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