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Klöckner weist Ärzte-Forderung nach Zuckersteuer zurück

Archivmeldung vom 07.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat die in dieser Woche gestartete Initiative von 2.000 Ärzten zur Einführung einer Zuckersteuer zurückgewiesen. Klöckner sagte der "Bild am Sonntag": "Eine Zuckersteuer klingt vielleicht gut, ob das aber die Fehl- und Überernährung verhindert, ist zu bezweifeln." Durch eine Strafsteuer würden nicht alle gesund, so Klöckner. "Vielmehr müssen wir den Lebensstil und die Gesamtkalorienzahl in den Blick nehmen."

Als Beispiel nannte die Minister eine "bessere Ernährungsbildung von der Kita an, theoretisch wie praktisch". Es gehe ihr um eine stärkere Ernährungskompetenz und auch um eine Reduktion von Salz, Fett und Zucker in Fertiglebensmitteln. Sie sei deshalb bereits im Gespräch mit Herstellern und Verbraucherverbänden. Die Besteuerung bestimmter Inhaltsstoffe sei auch sozial nicht zu vertreten, sagte Klöckner. "Sollen Lebensmittel mit einer Strafsteuer künstlich verteuert werden? Dann können sich nur noch bestimmte Kreise solche Lebensmittel leisten, ich finde das nicht gerecht."

Für möglich hält es Klöckner, sich in Deutschland gesund und günstig zu ernähren. "Eine ausgewogene Ernährung ist keine Frage des Geldbeutels. Fertigprodukte sind im Vergleich zu Rohwaren oftmals teurer. Wer mit frischen Lebensmitteln selbst kocht, kann sich gesund und durchaus günstig ernähren." Klöckner kritisierte zudem, dass heute deutlich weniger Geld für Lebensmittel ausgegeben werde als früher. "Mein Eindruck ist, dass viel mehr in die Kücheneinrichtungen investiert wird als in die Nahrungsmittel, die darin zubereitet werden." Sie wolle den Deutschen nicht vorschreiben, was sie zu essen hätten, sagte Klöckner. Sie selbst versuche, saisonale und regionale Produkte zu kaufen. "Alles jederzeit verfügbar zu haben, ist verlockend. Aber für den ökologischen Fußabdruck ist das nicht ideal."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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