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Niebel erleidet Schlappe im FDP-Kreisverband

Archivmeldung vom 18.04.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.04.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dirk Niebel Bild: dirk-niebel.de
Dirk Niebel Bild: dirk-niebel.de

Ausgerechnet der Heimatverband des FDP-Spitzenpolitikers Dirk Niebel geriet am Montagabend in heftige Turbulenzen; die Mitgliederversammlung endete in einer Schlammschlacht mit persönlichen Verunglimpfungen. An deren Ende wurde ohne Vorankündigung der seit 1998 amtierende Kreisvorsitzende der Heidelberger FDP, Michael Eckert (55), abgewählt.

Eckert gilt als Vertrauter des FDP-Entwicklungsministers und Heidelberger Bundestagsabgeordneten Dirk Niebel. Eckert hatte die politische Linie der Bundespartei immer wieder gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt. In einer Kampfabstimmung wählten 22 der insgesamt 170 stimmberechtigten FDP-Mitglieder den 32-jährigen Jungliberalen Dennis Steininger zum neuen Vorsitzenden, nur zwölf stimmten für Eckert. In der hitzig geführten Debatte wurde Eckert vorgehalten, er habe sich zu wenig um die Parteiarbeit vor Ort gekümmert, außerdem brauche die Partei an ihrer Spitze neue Gesichter - und die Basis nannte den nordrhein-westfälischen FDP-Spitzenkandidaten Christian Lindner als Vorbild. Bereits 2011 trat ebenfalls ein Jungliberaler, der damals 29-jährige Sebastian Romainczyk, erfolglos gegen Eckert an.

Niebel hatte während der Debatte noch mehrfach versucht, das Blatt zu wenden: Eckert habe die unterschiedlichen Strömungen in der Partei gut integriert, seit seinem Amtsantritt 1998 stiegen die Mitgliederzahlen kontinuierlich. Schließlich versuchte Niebel auch noch erfolglos, seine Büroleiterin Katja Meder als stellvertretende Kreisvorsitzende zu lancieren. Gewählt wurde stattdessen die langjährige FDP-Fraktionsvorsitzende und zweimalige Landtagskandidatin Annette Trabold. Sie hatte vor einem Vierteljahr, auf dem Neujahrsempfang der Heidelberger FDP, von sich reden gemacht, als sie schonungslos die Lage ihrer Partei kritisierte - "Die Basis muss die Suppe der Bundes-FDP auslöffeln" - und vage mit ihrem Austritt gedroht hatte. Trabold macht die desolate Lage der FDP mit dafür verantwortlich, dass ihr 2011 zum zweiten Mal, nach einem knappen Ergebnis 2006, der Sprung in den Landtag nicht gelang.

Eckert und Niebel haben ihr diese Kritik bis heute nicht verziehen - und machen sie nun für Eckerts Sturz verantwortlich. "Sie hat die Ablösung gegen mich als Mitglied ihrer Fraktion heimlich initiiert und entgegen der Absprachen betrieben", so Eckert gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung (Mittwochausgabe).

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung (ots)

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