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Aigner scheute Machtkampf um Ministerpräsidentenamt in Bayern

Archivmeldung vom 22.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Ilse Aigner, September 2015
Ilse Aigner, September 2015

Foto: Sigismund von Dobschütz
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die bayerische Bauministerin Ilse Aigner (CSU) hat sich aus dem Rennen um das Amt der bayerischen Ministerpräsidentin zurückgezogen, weil sie nicht bereit war, bis zum Äußersten zu gehen. Das Spiel um die Nachfolge von Horst Seehofer sei ihr irgendwann "zu blöd" gewesen. "Für den Kampf hätte ich einen Säbel auspacken müssen", sagt Aigner dem "Zeitmagazin". "Meine Waffe ist aber das Florett – mit dem kämpft es sich allerdings schwer gegen einen Säbel."

Sie sei nicht bereit gewesen, den Kampf bis aufs Allerletzte durchzufechten. "Der Preis wäre zu hoch gewesen. Ich hätte mich komplett verändern müssen." Aigner ist überzeugt davon, dass der Kampf um höchste Ämter auch eine Geschlechterfrage ist. "Ich habe immer empfunden, dass ich als Frau meiner Generation Konflikten eher ausweiche oder versuche, zu vermitteln", so Aigner. "Ich mag keine Machtspiele um der Macht willen." Macht zu haben sei ihr "nie das Wichtigste im Leben" gewesen. Aigner galt als Wunsch-Nachfolgerin des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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