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AfD-Bundestagsvize-Kandidat Glaser: "Deutschland ist arm"

Archivmeldung vom 18.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Benjamin Thorn  / pixelio.de
Bild: Benjamin Thorn / pixelio.de

Der umstrittene AfD-Kandidat für den noch unbesetzten Posten als Bundestagsvizepräsident, Albrecht Glaser, hat Deutschland in seiner ersten Bundestagsrede als nicht wohlhabendes Land dargestellt. "Deutschland ist arm", sagte Glaser am Donnerstag unter Bezug auf eine EZB-Vermögensstudie von 2013 - mit Daten von 2008 bis 2010. Das Median-Vermögen betrage in Deutschland nur rund 51.000 Euro, Deutschland sei demnach Schlusslicht in Europa.

Auch gebe es hierzulande die geringste Wohneigentumsquote in der EU. Glaser begründete damit die Ablehnung der AfD zum Antrag der Linken auf Erhebung einer Vermögensteuer. Darüber hinaus zeigte Glaser, der Bundestagsvizepräsident werden will, Unsicherheiten bezüglich der Geschäftsordnung. So fragte er während seiner Rede beim bereits gewählten SPD-Bundestagsvizepräsidenten Thomas Oppermann nach, ob ihm die Zeit für Zwischenfragen von seiner eigenen Redezeit abgezogen werde. Dies war nicht der Fall. Mehrere Abgeordnete nutzten die Zwischenfragen, um Glaser mit seinen umstrittenen Anlagen als Frankfurter Stadtkämmerer zu konfrontieren. Diese seien ein voller Erfolg gewesen, so Glaser. Laut Medienberichterstattung sollen die Anlagen hingegen Millionenverluste eingefahren haben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur