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Töpfer fordert eine klare zeitliche Begrenzung der Kernenergie

Archivmeldung vom 20.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Klaus Töpfer (CDU) Bild: Dany3000
Klaus Töpfer (CDU) Bild: Dany3000

Klaus Töpfer (CDU), ehemaliger Bundesumweltminister und Ex-Chef des Uno-Umweltprogramms, forderte in [email protected] eine klare zeitliche Begrenzung der Kernenergie und eine Vorbildrolle für Deutschland.

„Wenn jemand das Wort Brückentechnik in den Mund nimmt, dann muss er auch alles daran setzen in Kürze zu sagen, wo diese Brücke endet. Wo ist dieser Pfeiler an dem die Brücke dann aufsetzt und wo wir dann sagen, wir haben ein anderes Land erreicht. Ich sage das ganz bewusst in Bezug auf die sich weltweit wieder wachsende Nutzung von Kernenergie. Wenn wir es nicht schaffen zu belegen, dass ein wirtschaftlich erfolgreiches Land wie Deutschland es ohne Kernenergie machen kann, dann kommen wir zu einer breiten Gesamtentwicklung für die Kernenergie", sagt Töpfer in der Sendung. 

Töpfer verteidigt die Rolle von Angela Merkel: „Angela Merkel ist auch jetzt noch weltweit an der Spitze derer, die sich für einen aktiven Klimaschutz einsetzen.“ 

Töpfer hat geringe Erwartungen an die Kopenhagener Klimakonferenz und verteidtigt die Position von Obama, fordert aber dennoch von den entwickelten Ländern mehr Engagement und will nicht resignieren:  „Es muss eine feste, vertraglich verbriefte Rückführung von CO2 geben. Dass wir das in Kopenhagen noch nicht hinkriegen, liegt daran, dass Obama das noch nicht durch seine Parlamente durch hat. Das ist ja kein böser Wille von Herrn Obama. Es gibt auch in Amerika Rechtsgrundlagen. Er kann nichts akzeptieren, was noch nicht in seinem Parlament erörtert und akzeptiert worden ist. Dieser Gipfel kommt für den gerade erst im Amt befindlichen Präsidenten von Amerika etwas zu früh. Um das Kyoto-Protokoll zu bekommen, haben wir 13 Jahre verhandelt. Das dürfen wir uns nicht noch mal erlauben. Jetzt geht es auch ums Verhandeln, darum da einen Schlusspunkt zu setzen, aber vor allem geht’s ums Handeln. Da brauchen wir gar nicht mit dem Finger nach Asien zeigen. Das können wir genauso gut bei uns machen. Sind wir uns denn wirklich bewusst, dass jeder Deutsche im Jahr über zehn Tonnen CO2 emittiert und ein durchschnittlicher Inder eine Tonne. Vielleicht muss man also mal bei uns anfangen. Jeder Amerikaner emittiert mehr als 20 Tonnen. Jeder Chinese vier Tonnen. 

Soll ich resignieren? Hat jemals einer, der resigniert hat, zu einer Verbesserung von Situationen beigetragen? Alles was revolutionär ist und grundsätzliche Änderungen erfordert, erscheint zunächst unrealistisch. Aber es gibt durchaus schon große Änderungen.“ 

Töpfer fordert grundsätzliches Umdenken: „Man muss  endlich mal klarmachen, dass die Politik gegen den Klimawandel keine permanente Bestrafungsaktion ist. Sie ist vielmehr die Herausforderung und Chance für Arbeitsplätze in der Zukunft und eine vernünftige Position der deutschen Wirtschaft auf Dauer.“

Quelle: [email protected]

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