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Gesundheitsminister will Impfstoff-Forschung stärker fördern

Archivmeldung vom 18.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Jens Spahn (2018)
Jens Spahn (2018)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Noch während der Corona-Pandemie machen sich die Gesundheitsexperten Gedanken, welche grundsätzlichen Lehren aus der Pandemie für die Zukunft zu ziehen sind. Einigkeit besteht darin, Deutschland und Europa eine Autarkie in der Impfstoffproduktion zu verschaffen, um sich gegen die Volksrepublik China zu behaupten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der "Welt am Sonntag": "Für mich ist eine Lehre, dass wir bei bestimmten Technologien wieder souveräner und vor allem weniger abhängig von China werden müssen." Das gelänge durch eine "gezielte Cluster Förderung" und eine "aktivere strategische Wirtschaftspolitik". "Dazu gehört, mit Blick etwa auf China klar zu definieren, was für uns Schlüsseltechnologien sind. Diese müssen gefördert und geschützt werden. Wir würden uns ja auch bei Rüstungsgütern nicht von China abhängig machen, nur weil die dort günstiger produziert werden."

Dasselbe Verständnis müsse die Bio- und Gentechnologie gelten. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) schlägt den "Aufbau einer nationalen Agentur für Impf- und Wirkstoffentwicklung" vor. "Diese muss darauf ausgerichtet sein, Impf- und Wirkstoffe, die für die öffentliche Gesundheit von großer Bedeutung sind, prophylaktisch zu entwickeln und zu produzieren", sagte sie der "Welt am Sonntag". Die dafür aufzubauenden Strukturen und Ressourcen sollten in Nicht-Krisenzeiten gezielt für die Entwicklung von Produkten, die für die öffentliche Gesundheit dauerhaft von Bedeutung sind, eingesetzt werden. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht noch weiter. Lauterbach sagte der "Welt am Sonntag": "Wir brauchen dringend einen nationalen Pandemierat als Frühwarnsystem." Man müsse davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren weitere gefährliche Viren auf den Menschen übergreifen werden.

"Die Zahl der Viren, die hierfür in Frage kommen könnte, ist so groß, dass man sie kaum auszusprechen wagt. Ein Institut für Pandemieforschung könnte diese Entwicklungen beobachten und bestimmen, welche Vorkehrungen zu treffen sind." Lauterbach warb außerdem für eine staatlich geförderte Impfstoffforschung: "Ich halte eine staatlich geförderte Impfstoffforschung für sehr sinnvoll. Wir haben diesmal Glück gehabt, dass Biontech genau in dem Bereich gearbeitet hat, der bei der Pandemie entscheidend gewesen ist. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, wären wir sehr stark auf die Hilfe anderer Pharmaunternehmen aus dem Ausland angewiesen. So einen Glücksfall wie jetzt werden wir wohl nicht noch einmal erleben", sagte Lauterbach der "Welt am Sonntag".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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