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Politologe: Übergriffe gegen Politiker Gefahr für Demokratie

Archivmeldung vom 10.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Michael Hirschka / pixelio.de
Bild: Michael Hirschka / pixelio.de

Der Politologe Werner Weidenfeld sieht in der zunehmenden Zahl an Übergriffen gegen Politiker auch eine Gefahr für die Demokratie. "Der Vorgang wachsender Übergriffe lässt die Menschen zögern, ein politisches Amt anzustreben", sagte der Professor an der Münchner LMU und Chef des Centrums für angewandte Politikforschung (CAP) der "Huffington Post".

Weidenfeld, der bereits Ex-Kanzler Helmut Kohl beraten hat, analysiert: "Man möchte die Gefahr vermeiden und engagiert sich dann eben in anderen Feldern, die weniger gefährlich erscheinen."

In weiten Teilen Deutschlands gab es laut Recherchen der "Huffington Post" zuletzt einen massiven Anstieg an Übergriffen gegen Politiker und deren Einrichtungen wie etwa Partei- oder Wahlkreisbüros.

Das Online-Medium hatte die 16 Innenministerien der Länder abgefragt. In sechs von acht Ländern, aus denen entsprechende Daten vorliegen, war die Zahl der erfassten Übergriffe gegen Politiker 2015 im Vergleich angestiegen - zum Teil massiv. So etwa in Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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