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NRW macht Gesundheitsauflagen nach Vergiftungen in Shisha-Bars

Archivmeldung vom 18.09.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.09.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Wasserpfeifen (Shisha) Rauchen
Wasserpfeifen (Shisha) Rauchen

Bild: JaQue BuBu´'`Daniel Knußmann / pixelio.de

Die nordrhein-westfälische Landesregierung verpflichtet Shisha-Bars, ihre Angestellten und Gäste besser vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen zu schützen. Das berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe.

Kommende Woche soll ein von sechs Ministerien erarbeiteter Erlass ergehen, nach dem die Betreiber den Wert von 35 Milligramm Kohlenmonoxid (CO) pro Kubikmeter Luft nicht überschreiten sollen. CO ist ein lebensgefährliches Gas, das freigesetzt werden kann, wenn die Kohle auf den Wasserpfeifen verbrennt. In den vergangenen Jahren kam es deutschlandweit zu Dutzenden Fällen, in denen Barbesucher vergiftet und ohnmächtig wurden.

Künftig müssen die Barbetreiber in Nordrhein-Westfalen mechanische Lüftungsanlagen einbauen. Pro Stunde und brennender Wasserpfeife müssen damit "mindestens 130 Kubikmeter Luft nach außen bewegt und durch Frischluft ersetzt werden", heißt es im Erlass. Abluft und Rauchgase müssen über das Dach der Bar "mit einer Geschwindigkeit von mindestens sieben Metern pro Sekunde abgeleitet" werden. Barbetreiber sind verpflichtet, Kohlenmonoxidmelder mit Speicherfunktion zu installieren. Außerdem müssen sie Warnschilder am Eingang zur Bar anbringen, auf denen vor Gesundheitsgefahren gewarnt wird. Bei Verstoß gegen den Erlass drohen Bußgelder von bis zu 50 000 Euro.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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