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Linken-Chefin sieht Umdenken bei Putin-Verstehern in eigener Partei

Archivmeldung vom 26.02.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.02.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Janine Wissler (2019)
Janine Wissler (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Vorsitzende der Linken Janine Wissler sieht in Teilen ihrer Partei ein Umdenken in Bezug auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dessen Krieg gegen die Ukraine "macht viele gerade sehr nachdenklich", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

Wissler selbst schaut nach eigenen Angaben mit "großem Entsetzen, großer Fassungslosigkeit" auf die Ereignisse in der Ukraine. Dass Putin "skrupellos" sei, habe sie gewusst, so die Linken-Chefin. Aber nun zeige sich, dass es um "Großmachtstreben und Nationalismus" gehe: "Das macht es unberechenbar."

Für Putins Vorgehen gebe es keine Rechtfertigung. Aus der Fraktionssitzung der Linken am Donnerstag wurde der FAS von Teilnehmern berichtet, dass die sogenannte Russia-Today-Fraktion, eine Gruppe von etwa fünf Abgeordneten, die als besonders putinnah gelten, "Kreide gefressen" habe, wie es hieß. So habe etwa Sahra Wagenknecht, die dieser Gruppe zugerechnet wird, zugegeben, dass sie Moskaus Absichten falsch eingeschätzt habe. Auch Selbstkritik sei geübt worden: Man habe Sanktionen gegen Russland immer abgelehnt, weil sie vor allem der russischen Zivilbevölkerung schaden würden, doch keine Alternativ vorbereitet. Nun werde der ukrainischen Zivilbevölkerung schlimmer Schaden zugefügt, und man habe nichts in der Hand, hieß es.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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