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Pflegeexperten kritisieren Spahns Sofortprogramm

Archivmeldung vom 24.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Mehrere Pflegexperten haben massive Kritik am Pflege-Sofortprogramm von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geübt: "Dieser Aktionsplan ist leider ein Witz", sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Mit diesen 13.000 Symbolstellen gewinnen wir nichts in diesem Land." Spahn stehe vor einer Bewährungsprobe. Der Minister müsse nachhaltige Reformen durchsetzen. "Wenn nicht, wird er als einer der vielen Dampfplauderer gelten, von denen wir aktuell schon viel zu viele in der Politik haben."

Auch die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag, Nicole Westig, kritisierte den Plan: "Das Sofortprogramm ist eine Nebelkerze", sagte Westig den Funke-Zeitungen. "Bereits jetzt können offene Stellen nicht besetzt werden, der Markt ist leergefegt." In Deutschland sind laut Bundesregierung mehr als 35.000 Pflegestellen derzeit nicht besetzt. Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, begrüßte Spahns Vorschläge als "ersten Schritt". Doch der zweite müsse jetzt umgehend folgen: "Jetzt sofort müssen wir konkrete Vorschläge in Gesetze gießen, wie wir zügig nicht nur mehr Pflegekräfte finanzieren, sondern wie wir sie finden und im Beruf halten", sagte Westerfellhaus den Zeitungen.

Der Pflegebeauftragte hatte dazu bereits in der vergangenen Woche Vorschläge gemacht – etwa Prämien für Berufsrückkehrer und Teilzeitaufstocker. "Erfolgsversprechend ist eine gute Bezahlung, Arbeitszeitreduzierung zur Regeneration bei vollem Lohnausgleich, mehr Verantwortung für die Pflegeprofis und neue Ausbildungskonzepte vom Pflegehelfer bis zum Uni-Abschluss." Einrichtungen sollten zudem für innovative Arbeitsbedingungen einen Bonus bekommen. "Dann haben die Pflegebedürftigen eine gute Chance, auch zukünftig durch motivierte Pflegefachkräfte optimal versorgt zu werden."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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