SPD-Abgeordnete drängen auf Erhalt der zivilen Seenotrettung

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk
Mehrere SPD-Bundestagesabgeordnete haben sich dafür ausgesprochen, die Streichung der Gelder für zivile Seenotrettung im Bundeshaushalt für 2025 zurückzunehmen. Das geht aus einem Brief der Abgeordneten an Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hervor, über den "Politico" am Donnerstag berichtet.
"Mit großer Sorge verfolgen wir als Abgeordnete die Diskussion um die
vorgesehene Streichung von Mitteln in Höhe von etwa 2 Millionen Euro für
die zivile Seenotrettung im Haushalt 2025. Wir möchten Sie eindringlich
bitten, Ihre Position noch einmal zu überdenken und sich dafür
einzusetzen, dass diese Mittel erhalten bleiben", heißt es in dem Brief.
Unterschrieben ist er von zwölf Abgeordneten, neben der
Parlamentarischen Geschäftsführerin und Außenpolitikern Derya
Türk-Nachbaur unter anderem von der rechtspolitischen Sprecherin Carmen
Wegge, der arbeitspolitischen Sprecherin Annika Klose oder der
Innenpolitikerin Rasha Nasr.
"Das Auswärtige Amt trägt in
besonderer Weise Verantwortung für die Wahrung von Völkerrecht,
Menschenrechten und humanitären Werten", schreiben sie. "Gerade deshalb
ist es wichtig, dass Deutschland nicht an der Rettung von Menschenleben
spart, sondern seine Glaubwürdigkeit in der internationalen Gemeinschaft
unter Beweis stellt."
Auch an die eigene Fraktionsspitze und die
Spitzen-Haushälter wenden sich die Abgeordneten. In einem an Matthias
Miersch, Fraktionsvize Wiebke Esdar, Thorsten Rudolph und Esther Dilcher
adressierten Schreiben fordern sie, "diesen wichtigen Punkt weiterhin
mit Nachdruck gegenüber dem Koalitionspartner zu vertreten".
Zudem
sei es wichtig, dass in der öffentlichen Debatte klar werde, dass nicht
die Sozialdemokraten die Mittel kürzen wollten. "Es ist die Union, die
auf eine Streichung drängt", so die Abgeordneten. "Diese Klarstellung
ist entscheidend, um die Entscheidung transparent zu machen und das
Vertrauen in unsere Position zu stärken."
Quelle: dts Nachrichtenagentur