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DGB-Vize sieht Gleichstellung durch Corona gefährdet

Archivmeldung vom 30.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Elke Hannack Bild: DGB/Simone M. Neumann
Elke Hannack Bild: DGB/Simone M. Neumann

Die Corona-Pandemie hat die Frauen bei der Gleichstellung massiv zurückgeworfen, beklagt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack. "Viele Frauen bleiben zuhause, reduzieren ihre Arbeitszeit, kündigen ihre Jobs, gehen in die stille Reserve am Arbeitsmarkt", sagte sie den Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft".

Hannack weiter: "Es wird unheimlich schwierig, sie da wieder herauszuholen." Dabei brauche man dringend gut ausgebildete Fachkräfte. "Wenn sie jetzt aussteigen, ist der Wiedereinstieg viel schwieriger, als wenn sie die Arbeitszeit nur reduzieren", sagte Hannack. Sie sieht auch die Männer in der Pflicht: Nötig seien "die partnerschaftliche Aufteilung und Arbeitszeitmodelle, die es Frauen und Männern gleichermaßen ermöglichen, Familienarbeit zu übernehmen und erwerbstätig zu sein". Der Staat müsse Anreize setzen, etwa durch die wohnortnahe Kinderbetreuung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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