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Kutschaty: Schröder muss sich zwischen Putin und SPD entscheiden

Archivmeldung vom 25.04.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.04.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Relief: Giordano Bruno vor der Inquisitionskommission (Symbolbild)
Relief: Giordano Bruno vor der Inquisitionskommission (Symbolbild)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in NRW, Thomas Kutschaty, fordert in der Russland-Politik eine Entscheidung von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD). "Er muss sich entscheiden, will er Putin weiterhin unterstützen oder Mitglied der Sozialdemokratie sein - beides geht nicht miteinander", sagte er dem Fernsehsender "Welt".

Er könne ihm nur nahelegen, sich entweder deutlich von Putin zu distanzieren oder aus der SPD auszutreten. "Aber das Parteiordnungsverfahren gegen ihn läuft bereits, das ist ein juristisches Verfahren, da gibt es auch Anhörungsrechte und das Ganze ist jetzt auf den Weg gebracht worden - und die SPD ist da sehr klar."

Das, was Gerhard Schröder gerade mache, sei "überhaupt nicht mit sozialdemokratischen Grundsätzen in Einklang zu bringen". Zuvor hatte bereits SPD-Chefin Saskia Esken Schröder zu einem Parteiaustritt geraten. "Gerhard Schröder agiert seit vielen Jahren lediglich als Geschäftsmann und wir sollten damit aufhören, ihn als Elder Statesman, als Altkanzler wahrzunehmen", sagte sie im Deutschlandfunk. "Er verdient sein Geld mit der Arbeit für russische Staatsunternehmen und seine Verteidigung." Auf Nachfrage, ob Schröder aus der Partei austreten sollte, antwortete Esken: "Das sollte er."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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