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Sahra Wagenknecht: Geldadel endlich angemessen besteuern

Archivmeldung vom 07.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sahra Wagenknecht Bild: sahra-wagenknecht.de
Sahra Wagenknecht Bild: sahra-wagenknecht.de

"Während Löhne und Renten bestenfalls stagnieren, explodiert der Reichtum des deutschen Geldadels", kommentiert Sahra Wagenknecht die Rangliste "Die 500 reichsten Deutschen 2013" des Manager Magazins.

Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter: "Die Superreichen in Deutschland konnten ihren Reichtum während der Euro-Krise vermehren. Gleichzeitig ist die Staatsverschuldung seit 2008 um über 500 Milliarden Euro gestiegen, fast 300 Milliarden Euro davon gehen allein auf die Bankenrettung zurück. Das ist kein Wunder. Schließlich sind die Super-Reichen auch die Gläubiger des Staates. Jeder Euro Staatsschulden aus nicht gezahlten Steuern der Reichen ist somit ein doppeltes Geschäft für den Geldadel.

Das Vermögen der Top 500 ist im letzten Jahr um 5,5 Prozent auf fast 530 Milliarden Euro gestiegen. Die Zahl der Milliardäre hat mit 135 einen neuen Rekordstand erreicht. Von solchen 'Tarifabschlüssen' können Arbeitnehmer und Rentner nur träumen.

Allein die Aldi-Familien Albrecht verfügen über ein Vermögen von 17,8 Milliarden bzw. 16 Milliarden Euro. Auch die Quandts und Klattens (BMW) gehören zu den Gewinnern der Krise. Die Ankündigung der Bundeskanzlerin, Deutschland werde stärker aus der Krise hervorgehen als es hineingegangen sei, bezog sich offenbar nur auf Deutschlands Oligarchen, nicht auf die große Mehrheit der Bevölkerung.

DIE LINKE fordert eine Millionärsteuer von fünf Prozent auf Vermögen, die eine Million Euro übersteigen - bei einer Freigrenze für Betriebsvermögen von fünf Millionen Euro. Wir brauchen darüber hinaus eine EU-weite befristete Vermögensabgabe für Millionäre und Multimillionäre, um die im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise gestiegenen Staatsschulden wieder einzutreiben."

Quelle: Fraktion DIE LINKE. (ots)

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