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Schon über 100.000 Unterschriften gegen die Kopfpauschale

Archivmeldung vom 03.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: de.wikipedia.org
Bild: de.wikipedia.org

ver.di-Chef Bsirske:"Wir brauchen mehr Solidarität"/ Campact: "CDU und FDP dürfen nicht gegen die Mehrheit der Bevölkerung regieren" Bis zu diesem Wochenende haben bereits über 100.000 Menschen den Aufruf "Kopfpauschale stoppen" im Internet unterzeichnet. ( http://www.kopfpauschale-stoppen.de )

Der Online-Appell wurde vom Kampagnennetzwerk Campact initiiert und wird unter anderem von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte unterstützt. Der Appell wendet sich gegen die Pläne der schwarz-gelben Koalition, einkommensunabhängige Krankenkassenbeiträge einzuführen.

Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske erklärte dazu: "Wenn sich innerhalb weniger Wochen hunderttausend Menschen klar gegen die Kopfpauschale stellen, ist das ein deutliches Signal an die Bundesregierung, dieses unsoziale Vorhaben zu stoppen. Eine zukunftsfähige Krankenversicherung braucht nicht weniger, sondern mehr Solidarität."

"Die meisten Menschen finden es ungerecht, wenn ein Verkäufer den gleichen Krankenkassenbeitrag bezahlen muss, wie eine Managerin", sagte Christine Borchers von Campact. "CDU und FDP sollten endlich einsehen, dass sie nicht gegen die Mehrheit der Bevölkerung regieren können." Die über 100.000 Unterschriften sollen an Bundesgesundheitsminister Rösler (FDP) übergeben werden.

Die Kampagne "Kopfpauschale stoppen" wird außer von Campact, ver.di und dem Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte auch vom Verein demokratischer Pharmazeutinnen und Pharmazeuten, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Patientinnenstellen und -initiativen (BAGP), dem Verein Armut und Gesundheit, der Breast Cancer Action Germany, dem Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V, der ver.di-Jugend und den Internationalen Ärzten zur Verhütung des Atomkrieges - Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) unterstützt.

Quelle: Compact e.V.

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