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Wehrbeauftragter fordert: Bundeswehr sollte mehr Reparaturen an Panzern, Schiffen und Flugzeugen wieder selber machen

Archivmeldung vom 20.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Hans-Peter Bartels Bild: SPD Schleswig-Holstein, on Flickr CC BY-SA 2.0
Hans-Peter Bartels Bild: SPD Schleswig-Holstein, on Flickr CC BY-SA 2.0

Um die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr rasch zu verbessern, sollte die Truppe nach Ansicht des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels wieder mehr Reparaturen selber machen. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" forderte der SPD-Politiker: "Ich bin dafür, dass mehr Instandsetzungsfähigkeiten wieder näher zur Truppe kommen."

Diese sei in der Lage, viele Aufgaben selbst zu erledigen und verfüge über die nötigen Techniker. Bartels sagte: "Ein bisschen weniger Outsourcing, mehr selbst in die Hand nehmen dürfen - das wäre in manchen Fällen die richtige Lösung." Bislang seien viele Panzer, Schiffe und Flugzeuge nicht einsatzfähig, weil die Reparaturen bei der Industrie nicht nur Monate, sondern gar Jahre dauerten.

Reparaturen durch die Truppe hätten doppelte Vorteile: "Das kann Zeit und Geld sparen", sagte der Wehrbeauftragte. Natürlich brauche man auch Wartungsverträge mit der Industrie, weil es nötig sei nachzurüsten, wenn neue Technik auf den Markt kommt. Bartels sagte: "Auf die richtige Balance kommt es an." Der Wehrbeauftragte kritisierte die derzeit laufende Instandsetzung des Segelschulschiffs Gorch Fock, die statt 75 nun 100 Millionen Euro kosten soll. "Zuallererst ging es, glaube ich, sogar nur um eine Zehn-Millionen-Euro-Reparatur", sagte Bartels. "Wie der Preis so explodieren konnte, ist ein Mysterium. Man kann komplett neue Schiffe für weniger Geld kaufen." Man müsse "diesen extremen Fall" noch einmal kritisch ansehen, um daraus für zukünftige Vergabeentscheidungen Lehren zu ziehen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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