Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik FDP fordert Konsequenzen für App-Anbieter bei Datenschutzverstößen

FDP fordert Konsequenzen für App-Anbieter bei Datenschutzverstößen

Archivmeldung vom 02.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Die FDP hat Konsequenzen aus einer Studie des Bundesjustizministeriums gefordert, wonach Smartphone-Apps teilweise gravierende Datenschutz-Mängel aufweisen.

"Datenschutzverstöße von Apps, die sich hinter komplizierten Nutzungsbedingungen oder Voreinstellungen verstecken, sind nicht zu tolerieren. Solche Tricks der Anbieter verstoßen gegen geltendes Datenschutzrecht", sagte der digitalpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Manuel Höferlin, dem "Handelsblatt". "Hier sind unsere Datenschutzbehörden gefordert, ihrer Aufgabe nachzukommen, sei es durch die Einleitung eigener Verfahren oder die Abstimmung mit den zuständigen Behörden in den anderen europäischen Mitgliedsstaaten", sagte das FDP-Bundesvorstandsmitglied. Die seit Mai 2018 geltende europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sehe für solche Verstöße "scharfe Mittel". "Wir müssen sie nur nutzen", so Höferlin.

Hintergrund ist eine im Auftrag des Bundesjustizministeriums erstellte Studie des Bonner Instituts für angewandte Sozialwissenschaft (Infas). Untersucht wurden 50 für den deutschen Markt relevante Android-Apps aus dem Google Play Store. Demnach konnte keine der geprüften Apps, darunter Marken wie WhatsApp, Amazon oder AirBnB eine "sehr gute oder gute Bewertung" erzielen. Der Anteil der mit "mangelhaft" bewerteten Apps sei zwar auf zehn Prozent gesunken. Gut die Hälfte der Apps werde aber, wie bereits 2017, mit "ausreichend" bewertet, heißt es in der Studie.

Höferlin forderte Justizministerin Katarina Barley (SPD) auf, dafür zu sorgen, dass die Nutzer "ausreichend über Maßnahmen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit informiert werden". Er regte an, dafür die Stiftung Datenschutz als Anlaufstelle für Verbraucher stärker zu nutzen. Allerdings werde die Stiftung seit ihrer Gründung 2013 von der Bundesregierung "geradezu stiefmütterlich behandelt", kritisierte der FDP-Politiker. "Deshalb fordere ich schon seit langem, dass die Stiftung Datenschutz finanziell endlich besser ausgestattet wird, damit sie ihrem wichtigen Bildungsauftrag endlich ordentlich nachkommen kann."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Anzeige:
Videos
Bild: Screenshot aus dem Ende befindlichen Videobeitrag
"ExtremNews kommentiert" mit einer Premiere
Screenshot aus dem Ende befindlichen Videobeitrag
Zecken, und wie man sich davor schützt
Termine
Agnihotra Seminar
36318 Schwalmtal
29.09.2019
Berlin Brandenburger Immobilientag 2019
14467 Potsdam
22.10.2019
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:

Anzeige