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UN-Flüchtlingshilfswerk: Jeder 45. Flüchtling stirbt bei Mittelmeer-Überfahrt

Archivmeldung vom 02.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Hauptquartier des UNHCR in Genf (Schweiz) (Garage des Nations)
Hauptquartier des UNHCR in Genf (Schweiz) (Garage des Nations)

Foto: Хрюша
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat in der Debatte um Seenotrettung vor der immer gefährlicheren Fluchtroute über das Mittelmeer gewarnt. "Im Jahr 2015 starb jeder 269. Flüchtling und Migrant, ein Jahr später schon jeder 71., und in diesem Jahr ist es sogar jeder 45.", sagte Dominik Bartsch, UNHCR-Repräsentant in Deutschland, der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

 Insgesamt ertranken im vergangenen Jahr 2277 Menschen auf der Mittelmeer-Route, in diesem Jahr waren es den UN-Angaben zufolge bereits 584. Seit 2015 verloren 14.867 Migranten ihr Leben bei der Fahrt über das Mittelmeer. Bartsch sprach sich dafür aus, dass es mehr Seenotretter geben müsse und fügte hinzu: "Ich erwarte, dass sich Italien an seine humanistische und auch nautische Tradition erinnert." Zum Fall der in Italien festgenommenen Kapitänin Carola Rackete sagte Bartsch: "Selbstverständlich muss sich auch ,Sea-Watch' an internationale und nationale Gesetze halten." Aber in einer Notsituation hätten Leben und Gesundheit Priorität. "Eine Kriminalisierung der Seenotrettung kann und wird nicht die Lösung des Problems sein", so Bartsch.

Quelle: Rheinische Post (ots)


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