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Steuerzahlerbund ruft Politik zum Sparen auf

Archivmeldung vom 21.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Erhobener Zeigefinger (Symbolbild)
Erhobener Zeigefinger (Symbolbild)

Bild: CFalk / pixelio.de

Angesichts der hohen Staatsverschuldung wegen der Coronakrise fordert der Bund der Steuerzahler (BdSt) die Politik zum Sparen auf. In diesem Jahr könnten 5,724 Millionen Euro ganz einfach eingespart werden, berichtet die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf Berechnungen des Steuerzahlerbunds.

Allein eine Entscheidung, dass Gelder und Bezüge für Bundestagsabgeordnete dieses Jahr nicht automatisch erhöht werden, würde demnach 1,1 Millionen Euro einsparen. Eigentlich sollen die Diäten der 709 Abgeordneten zum 1. Juli von 10.083 Euro auf 10.345 Euro automatisch erhöht werden. Auch bei den Zahlungen an die Parteien sieht der Steuerzahlerbund Sparmöglichkeiten: Friere man die Gelder auf dem Niveau von 2019 ein, könnten rund 3 Millionen Euro eingespart werden, so die Schätzung.

Der Verein kritisiert zudem, dass es "bei finanziellen Entscheidungen in eigener Sache" in der Politik tendenziell nicht transparent zugehe. Der Steuerzahlerbund plädiert deshalb für die Abschaffung automatischer Erhöhungen. Es sei eine "öffentliche Rechtfertigung der Politik für höhere Staatsmittel, und zwar vor den Augen der Öffentlichkeit im Wege eines ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens" nötig. "Wenn Abgeordnete, Fraktionen oder Parteien mehr Geld benötigen, müssen sie diese Anpassungen durch ein reguläres Gesetzgebungsverfahren vornehmen - mit öffentlicher Diskussion im Bundestag", sagte Steuerzahlerpräsident Reiner Holznagel der "Bild-Zeitung".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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