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Verkehrsgerichtstag: VCD fordert Maßnahmen für mehr Sicherheit im Radverkehr

Archivmeldung vom 19.08.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.08.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Verkehrsclub VCD
Verkehrsclub VCD

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Heute ging in Goslar der Verkehrsgerichtstag 2022 zu Ende - unter anderem mit Empfehlungen für mehr Sicherheit im Radverkehr. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die Vorschläge und fordert von der Politik in Bund, Ländern und Kommunen entschiedene Maßnahmen im Sinne einer ökologischen Verkehrswende.

Der Verkehrsgerichtstag in Goslar empfiehlt sieben Maßnahmen, um den Radverkehr sicherer zu machen. Dazu gehört an erster Stelle die Neuaufteilung des Verkehrsraumes mit Verlagerungen zugunsten des Fahrrads. Anika Meenken, Fahrrad-Expertin des ökologischen Verkehrsclubs VCD, schließt sich dieser Forderung an: "Um den Radverkehr sicherer zu machen, braucht es ein lückenloses Radverkehrsnetz inner- und außerorts, auf dem von jung bis alt alle sicher und komfortabel unterwegs sein können." Das bedeutet z.B. Befahrbarkeit von Einbahnstraßen in beide Richtungen, klare Beschilderung und neue Fahrradstraßen bzw. -zonen.

Der VCD fordert außerdem eine fahrradfreundliche Reform der Gesetzeslage. Meenken: "Dazu gehören die Einführung von Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit innerorts oder höhere Strafen bei Regelverstößen wie Falschparken oder Rasen." Letztere dürften keinesfalls - wie jetzt empfohlen - aufgeweicht werden.

Die Forderung des Verkehrsgerichtstages nach einer besseren Mobilitätsbildung unterstützt der VCD. Anika Meenken konkretisiert die Vorschläge: "Wir müssen zum einen die Fahrschulausbildung reformieren, damit die Belange des Fuß- und Radverkehrs und des Umweltschutzes dort besser berücksichtigt werden. Zum anderen müssen wir es Kindern ermöglichen, sicher mit dem Rad unterwegs zu sein - dazu gehören integrierte Schulmobilitätspläne und eine verpflichtende Mobilitätsbildung in den Lehrplänen."

Harald Walsberg, Verkehrssicherheitsexperte und Vertreter des VCD beim Verkehrsgerichtstag, resümiert: "Die Trennung von Verkehrsarten und die kommunale Entscheidungsfreiheit bei Tempo 30 sind wichtige Elemente für einen sicheren Radverkehr." Damit sich dies im Verkehrsalltag aber auch tatsächlich niederschlage, sei es unbedingt nötig, das Personal bei Polizei und Ordnungsämtern aufzustocken. "Auch das ist eine grundlegende Forderung des Verkehrsgerichtstages. Denn nur durch kontinuierliche Kontrollen lässt sich die Sicherheit im Radverkehr nachhaltig um Größenordnungen verbessern."

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße - egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Quelle: VCD Verkehrsclub Deutschland e.V. (ots)

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