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Wohnungseinbrüche: Innenminister für bessere Bund-Länder-Kooperation

Archivmeldung vom 17.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Die Innenminister von Sachsen und Bayern, Markus Ulbig (CDU) und Joachim Herrmann (CSU), haben sich für eine bessere Bund-Länder-Kooperation bei der Kriminalitätsbekämpfung ausgesprochen. Ulbig, der derzeit den Vorsitz der Innenministerkonferenz innehat, regte dabei einen bundesweiten Einsatz der Einbruchs-Prognosesoftware "PreCobs" an: "Wir brauchen etwa gemeinsame Anstrengungen bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls", sagte Ulbig dem "Handelsblatt".

"Die Prognosesoftware PreCobs kann dabei ein Mittel für mehr Sicherheit sein." Auch Bayerns Innenminister Herrmann sagte dem "Handelsblatt": "Wir brauchen dringend eine noch bessere Zusammenarbeit der Bundesländer zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität in Deutschland." Denn gerade professionelle Einbrecherbanden "treiben grenzüberschreitend ihr Unwesen".

Ein wichtiger Aspekt der Zusammenarbeit sei die "verbesserte Lagearbeit", fügte der CSU-Politiker hinzu. "Hier spielt unsere Prognosesoftware PreCobs eine große Rolle." Das Programm arbeite auf Basis der sogenannten "Near-Repeat-Theorie", erläuterte Herrmann. Demnach bestehe nach einem Wohnungseinbruch mit einer bestimmten Vorgehensweise in der nächsten Umgebung des Tatortes für eine gewisse Zeit ein erhöhtes Risiko für Folgeeinbrüche.

"Nachdem Precobs aus anonymisierten Falldaten der Vergangenheit berechnet, wann und in welchem Gebiet mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Einbruch zu rechnen ist, gibt es auch keine datenschutzrechtlichen Bedenken", betonte der Minister. Bayern habe mit "PreCobs" "vielversprechende" Erfahrungen gemacht. "Dadurch können unsere Polizeistreifen noch gezielter einbruchsgefährdete Bereiche überwachen."

In den Prognosegebieten in München und Nürnberg habe es weniger Wohnungseinbrüche und mehr Täterfestnahmen gegeben. Laut Ulbig haben Sachsen und Bayern Ende vergangenen Jahres eine "Allianz gegen Wohnungseinbrecher" beschlossen und vereinbart, die Prognosesoftware weiterzuentwickeln.

Von den "guten Erfahrungen" Bayerns könne auch Sachsen profitieren. "Die sächsische Polizei prüft derzeit, in welchem Umfang Prognosesoftware, wie zum Beispiel das in Bayern verwendete Programm PreCobs, auch in Sachsen sinnvoll zur Kriminalitätsbekämpfung eingesetzt werden kann", sagte der Minister. Dabei sollen laut Ulbig auch Erkenntnisse einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe berücksichtigt werden, die derzeit die Vor- und Nachteile mehrerer eingesetzter Softwarelösungen untersucht.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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