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Verfassungsschutz zählt immer mehr Neonazi-Konzerte

Archivmeldung vom 12.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ulla Jelpke (2014)
Ulla Jelpke (2014)

Foto: Martin Rulsch
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Zahl rechtsextremer Konzerte nimmt auch in diesem Jahr weiter zu. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke (Linke) hervor, die der "Welt" exklusiv vorliegt.

Demnach zählte der Verfassungsschutz im ersten Quartal 2016 bundesweit 15 Rechtsrock-Konzerte - das ist die höchste Zahl seit vier Jahren. Damit setzte sich der Trend von 2015 fort, als die Behörden erstmals seit Langem wieder eine Zunahme an Konzerten registrierten: Nach den nun vorliegenden endgültigen Zahlen fanden im gesamten vergangenen Jahr 71 Rechtsrock-Konzerte in Deutschland statt. "Konzerte von Kameradschaften und sonstigen Nazi-Zusammenschlüssen dienen zum einen der Rekrutierung neuer `Kameraden`", sagte Jelpke der "Welt". Nazirock fungiere hier als eine Art Einstiegsdroge. Die Veranstaltungen zielten zudem darauf ab, den Zusammenhalt in der rechtsextremen Szene zu stärken. "Beides sind gute Gründe, den Nazis den Stecker zu ziehen", sagte Jelpke. "Durch polizeiliches Einschreiten, aber auch antifaschistischen Protest."

Eine der Konzert-Hochburgen ist Thüringen. Dort fand am vergangenen Samstag in der Kleinstadt Hildburghausen ein Neonazi-Open-Air mit rund 3.500 Besuchern statt. "Wir hatten bereits im Vorfeld mit einer entsprechend hohen Teilnehmerzahl gerechnet und auch andere Behörden darüber informiert", erklärte der thüringische Verfassungsschutzchef Stephan Kramer der "Welt". "Es ist leider Fakt, dass sich Thüringen zu einem bevorzugten Veranstaltungsraum für die rechtsextremistische Musikszene etabliert hat." Gemeinsam mit der Polizei und den Ordnungsämtern müsse man den Druck auf diese Veranstaltungen weiter erhöhen, forderte Kramer. "Thüringen darf kein Rückzugsort für Neonazis und Tummelplatz für braune Musiker sein." In den kommenden zwei Monaten sind mindestens vier weitere rechtsextreme Musikfestivals in Thüringen und Brandenburg angekündigt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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