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"Lustreisen"-Affäre weitet sich aus

Archivmeldung vom 09.11.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.11.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen im Zusammenhang mit Aufsichtsratsreisen städtischer Unternehmen ausgeweitet. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Günther Feld, am Freitag bestätigte, werden nun auch drei Reisen der Kölner Verkehrs-Betriebe und zwei Fahrten der Abfallwirtschaftsbetriebe geprüft.

"Es geht um den Verdacht der Untreue", sagte Feld. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe). Die Touren der hochdefizitären Verkehrsbetriebe führten nach Istanbul, Moskau und Luxemburg. Der Aufsichtsrat der Abfallwirtschaftsbetriebe reiste nach Rom und Wien. Insgesamt sollen die fünf Reisen mehr als 330.000 Euro gekostet haben. Die Staatsanwaltschaft bezweifelt, dass es eine dienstliche Notwendigkeit für die Fahrten gab. Ermittelt wird gegen mehr als 60 Ratspolitiker, Vorstandsmitglieder, Arbeitnehmervertreter und hohe Beamte der Stadtverwaltung. Ähnliche Verfahren führt die Staatsanwaltschaft wegen rund 20 Reisen weiterer städtischer Unternehmen und Betriebe. Die Beteiligten haben den Vorwurf der "Lustreisen" bisher stets zurückgewiesen.

Quelle: Pressemitteilung Kölner Stadt-Anzeiger

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