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Parteienforscher Falter hält Kanzlerschaft von Schulz auch bei SPD-Wahlniederlage in NRW noch für möglich

Archivmeldung vom 13.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Der gelernte Buchhändler Martin Schulz
Der gelernte Buchhändler Martin Schulz

Bild: flickr/ Lukas Plewnia (CC BY-SA 2.0)

Der Mainzer Parteienforscher Jürgen Falter hält eine Kanzlerschaft des gelernten Buchhändlers Martin Schulz auch im Falle einer Wahlniederlage der SPD in Nordrhein-Westfalen noch für möglich. "Kanzler wird man, indem man mehrheitsfähige Koalitionen schmiedet. Und da kann auch die schwächere Partei den Kanzler stellen, wie wir seit 1969 durch die damalige Kanzlerschaft von Willy Brandt wissen", sagte Falter der "Saarbrücker Zeitung".

Außerdem sei die Bundestagswahl erst im Herbst. "Da kann auch die Union noch Fehler machen", meinte der Politik-Experte. Eine deutliche Niederlage der SPD in NRW, gar der Verlust der Ministerpräsidentschaft, würde es Schulz allerdings sehr schwer machen, sagte Falter.

Zugleich warnte er davor, den Urnengang an Rhein und Ruhr mit der Wahl im Bund gleichzusetzen. NRW bilde nur einen Teil der Bundesrepublik. "Der Osten spielt dort ebenso keine Rolle wie die Mentalitäten der Südländer, also der Bayern oder Schwaben". Obendrein dürften bei der NRW-Wahl auch landesspezifische Aspekte wie etwa der Strukturwandel nicht unterschätzt werden, erklärte Falter.

Quelle: Saarbrücker Zeitung (ots)

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