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Wirtschaftsexperten dringen auf Veränderungen im Beamtensystem

Archivmeldung vom 22.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: D.Gast / pixelio.de
Bild: D.Gast / pixelio.de

Angesichts der demographischen Entwicklung mahnen Wirtschafts­experten Veränderungen im Beamtensystem an. "Der Staat muss sich endlich ehrlich machen, statt Lasten auf zukünftige Generationen zu schieben", sagte der Vorstand der Stiftung Marktwirtschaft, Michael Eilfort, dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Eigentlich dürfen keine Beamten mehr eingestellt werden, wenn man nicht sofort auch Rückstellungen für ihre Pensionen bildet."

Der Chef des Forschungszentrums Generationenverträge, Bernd Raffelhüschen, hat errechnet, dass die Bundesländer schon jetzt im Durchschnitt mehr als zehn Prozent ihrer Haushalte für pensionierte Staatsdiener ausgeben. Bis 2021 steigt dieser Wert auf fast 20 Prozent, kalkuliert er. "Einige Beamte sind länger in Ruhestand, als sie beschäftigt sind", so Raffelhüschen. Er fordert längere Lebensarbeitszeit für Staatsdiener. "Viele Beamte könnten deutlich länger aktiv sein. Warum sollten Hochschullehrer nicht bis 70 arbeiten?"

Bis 2050 rollt nach Berechnungen seines Instituts für die Gesundheitsversorgung und die Pensionen der Beamten eine Kostenlawine von über 1,3 Billion Euro auf die Steuerzahler zu.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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