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Flüchtlingslager Bramsche wird Ankunftszentrum

Archivmeldung vom 15.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Boris Pistorius 2013
Boris Pistorius 2013

Foto: Foto AG Gymnasium Melle
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das Land Niedersachsen will Asylentscheidungen beschleunigen und richtet dafür in dem Erstaufnahmelager in Bramsche-Hesepe ein zweites Ankunftszentrum für Flüchtlinge ein. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD): "Flüchtlinge müssen schnell Klarheit haben, ob sie hier bei uns bleiben können oder nicht." Es sei den Menschen nicht zumutbar, Wochen oder Monate darum zu bangen, ob sie sich hier ein neues Leben aufbauen könnten oder nicht.

Ab wann Bramsche die neue Aufgabe übernimmt, sei noch offen. Der Bund erarbeite derzeit einen Zeitplan. Seit 2015 besteht in Bad Fallingbostel das erste Ankunftszentrum in Niedersachsen, das nun um ein weiteres in Bramsche-Hesepe ergänzt wird. In diesen Ankunftszentren bleiben Asylsuchende einige Tage, um ihren Antrag stellen zu können. Danach werden sie auf andere niedersächsische Standorte verteilt, wo sie betreut und beraten werden und erste Kurse zur Integration sowie Sprachunterricht bekommen. Da keine Umbauten in dem Lager in Bramsche nötig seien, entstehen nach Angaben des Innenministeriums keine zusätzlichen Kosten.

Die dann noch vier Erstaufnahmestandorte für Flüchtlinge - Braunschweig, Friedland, Oldenburg und Osnabrück - bleiben unabhängig vom geplanten Ankunftszentrum in Bramsche erhalten. Mittel- bis langfristig werden an den vier anderen Standorten voraussichtlich aber keine Flüchtlinge mehr registriert.

In den vergangenen Monaten sind immer weniger Flüchtlinge nach Niedersachsen gekommen. Waren es im Herbst noch bis zu 1900 Asylsuchende täglich, so sind es inzwischen im Tagesschnitt nur noch unter 100. In den fünf Erstaufnahmestandorten des Landes sowie den Notunterkünften sind aktuell etwas mehr als 3600 Asylsuchende untergebracht, in Bramsche 211. Zum Vergleich: Die landeseigenen Einrichtungen mussten im Herbst noch 38 000 Asylbewerber beherbergen, in Bramsche waren zeitweise mehr als 3500 Menschen untergebracht.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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