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Künast: Kükentöten ist "Agrarkriminalität"

Archivmeldung vom 13.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Leider männlich - Küken werden zum Schreddern aussortiert. Bild: © PETA / Karreman
Leider männlich - Küken werden zum Schreddern aussortiert. Bild: © PETA / Karreman

Die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast hat Amtsinhaberin Julia Klöckner aufgefordert, klare Fristen für einen Ausstieg aus der massenhaften Tötung männlicher Eintagsküken zu setzen. "Meiner Meinung nach ist das Kükentöten mit Blick auf das Grundgesetz und das Tierschutzgesetz als Agrarkriminalität zu bezeichnen", sagte die Grünen-Politikerin dem Berliner "Tagesspiegel".

"Dabei darf nicht unverbindlich auf bezahlbare Technik gewartet werden." Künast kritisierte das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das am Donnerstag das Kükenschreddern vorläufig weiter erlaubt hatte. "Ich bin entgeistert, welche Pirouetten da gedreht werden", sagte die Juristin. "Einerseits sind wirtschaftliche Interessen kein "vernünftiger Grund" des Kükentötens, andererseits soll es als mögliche Alternative nur eine in einigen Jahren erwartete teure technische Lösung geben, weshalb das Kükenschreddern vorerst erlaubt bleibt." Mögliche Alternativen wie das früher übliche Zweinutzungshuhn und die Bruderhahninitiative habe das Gericht zudem völlig außer Acht gelassen, kritisierte die Bundestagsabgeordnete.

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)

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