SPD bremst Debatte um Selbstbestimmungsgesetz
In der Debatte um das Selbstbestimmungsgesetz bremst die SPD. "Pauschale Verschärfungen oder ein Rückdrehen des Gesetzes lehne ich klar ab", sagte der queerpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Falko Droßmann, dem "Spiegel".
Zuvor hatte die Unionsfraktion gefordert, man müsse "ernsthaft über eine
Neuregelung" sprechen. Im Wahlkampf hatte die Union noch eine
Abschaffung des Gesetzes angekündigt, im Koalitionsvertrag mit der SPD
wurde dann eine Evaluierung bis spätestens Juli 2026 vereinbart.
Angestoßen
wurde die Debatte durch einen Fall aus Sachsen-Anhalt bzw. Sachsen, bei
dem es um eine Geschlechtsumwandlung eines Rechtsextremisten geht.
Dabei steht der Verdacht im Raum, dass der Geschlechtseintrag nur
geändert wurde, um das Selbstbestimmungsgesetz vorzuführen.
Bundesinnenminister
Alexander Dobrindt (CSU) hatte daraufhin eine Diskussion über "klare
Regeln gegen den Missbrauch des Geschlechterwechsels" gefordert.
Droßmann sieht dafür keinen Grund. Der Fall sei ein gezielter
Missbrauchsversuch eines bekannten Rechtsextremisten und kein
"strukturelles Problem" des Selbstbestimmungsgesetzes.
Quelle: dts Nachrichtenagentur