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Berlin will Hartz-IV-Empfänger in Kitas und Schulen einsetzen

Archivmeldung vom 04.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will ab Juli rund 1.000 arbeitslose Hartz-IV-Empfänger als Kita- und Schulhelfer, Baustellen-Läufer oder Parkwächter einsetzen. Das geht aus einem internen Konzeptpapier der Berliner Senatskanzlei hervor, über das die "Bild am Sonntag" berichtet.

Hinzu kämen als Einsatzbereiche Begleitdienste für Ältere oder Kranke oder Nachbarschaftshilfen. Die Arbeitsplätze sollen unbefristet sein und nach Mindestlohn oder Tarifvertrag bezahlt werden. Ein "Schulorganisationsassistent", der Hausmeister unterstützt, würde demnach rund 2.000 Euro brutto verdienen, berichtet die Zeitung weiter.

Was vor allem in der SPD als Mittel im Kampf gegen Hartz IV betrachtet wird, sehen Experten kritisch: Die Bundesagentur für Arbeit und die Gewerkschaft Verdi fürchten teure Doppelstrukturen und eine Verdrängung regulärer Jobs. Holger Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln kritisiert, dass mit solchen geförderten Jobs ein Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei, weil entsprechende Anreize fehlten. "Man will das Arbeitslosenproblem dadurch lösen, dass man die Arbeitslosen in den Staatsdienst übernimmt. Sie werden quasi aus der Statistik wegsubventioniert - weniger nachhaltig geht es kaum", sagte Schäfer der "Bild am Sonntag".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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