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IfW-Präsident: Wirtschaftswachstum läuft besser als befürchtet

Archivmeldung vom 13.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Marko Greitschus / pixelio.de
Bild: Marko Greitschus / pixelio.de

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland entwickelt sich 2019 voraussichtlich besser als bislang vorhergesagt. "Am Ende werden wir für das laufende Jahr wahrscheinlich eher bei 0,8 Prozent als bei 0,5 Prozent Wachstum landen", sagte der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Dennoch sei der Zuwachs weniger als die Hälfte so groß wie in den vergangenen Jahren. Der Rückgang wirke sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. "Hier sehen wir eine Verlangsamung des Stellenaufbaus, es werden aber noch immer Jobs geschaffen." Der Wirtschaftsprofessor sieht darin eine deutliche Veränderung zu früheren Zeiten: "Der Arbeitsmarkt ist deutlich widerstandsfähiger geworden, weil die Unternehmen Arbeit horten und ihre Fachkräfte nicht verlieren wollen. Deshalb sehen wir keine Bremsspuren."

Deutschland stößt in Zukunft nach Ansicht von Felbermayr vor allem aufgrund seiner Bevölkerungsstruktur an strukturelle Probleme. "Die demografische Entwicklung wird die wirtschaftliche Dynamik bremsen - auf zweierlei Weise: Wir werden weniger neue Technologien entwickeln und weniger neue Technologien anwenden. Da sind jüngere Länder mit einer dynamischeren Bevölkerungsstruktur wie Frankreich im Vorteil." Sorgen bereiten dem Ökonom die durch die Digitalisierung geringeren Jobchancen für Menschen mit geringerer Ausbildung. "Niedrigqualifizierte sind von Automatisierungen und Künstlicher Intelligenz besonders betroffen. Deshalb müssen wir die Menschen besser ausbilden. Es gibt rund 6,2 Millionen funktionale Analphabeten in Deutschland - das werden wir uns in Zukunft nicht leisten können."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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