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Politologe: SPD-Kritik an Impfstoffbeschaffung Wahlkampfstrategie

Archivmeldung vom 06.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Wozu soll die Impfung noch gleich sein? (Symbolbild)
Wozu soll die Impfung noch gleich sein? (Symbolbild)

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Der Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld sieht strategische Gründe hinter der Kritik von Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) an der Impfstrategie der Bundesregierung. "Dass die SPD versucht, bei ihrer leidvollen Erfahrung in der GroKo politisches Kapital aus der Situation zu schlagen und in den Angriff übergeht, kann ich nachvollziehen", sagte der ehemalige Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dem Nachrichtenportal Watson.

Berechtigt findet Weidenfeld die Kritik an der Bundeskanzlerin und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) allerdings nicht. "Die SPD ist bekanntlich Teil der Regierung. Warum hat sie vorher nicht mit der Kanzlerin darüber gesprochen?" Es sei einfach, sich jetzt zu beschweren. "Die SPD hat selbst riesige Probleme und da ist es leichter, sich nun über den Koalitionspartner zu echauffieren."

Das Vorgehen, eine europäische Impfstrategie zu wählen, statt die Impfstoff-Bestellung den Gesundheitsministern der wirtschaftlich starken Länder zu überlassen, verteidigt Weidenfeld: "Die Corona-Pandemie ist ein internationales Problem. Es geht hier eben auch nicht nur um Nationalstaaten und daher ist es wichtig, dass wir so etwas international lösen oder wie in diesem Fall zumindest europäisch."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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