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Leopoldina-Präsident kritisiert Stand der Digitalisierung in Deutschland

Freigeschaltet am 23.02.2021 um 06:42 durch Sanjo Babić
Digitalisierung weiter gedacht: Wo ist die Grenze? Wieviel Menschlichkeit soll aufgegeben werden und wofür überhaupt? (Symbolbild)
Digitalisierung weiter gedacht: Wo ist die Grenze? Wieviel Menschlichkeit soll aufgegeben werden und wofür überhaupt? (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Präsident der Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften -, Gerald Haug, sieht bei der Digitalisierung großen Nachholbedarf. "Das ist für eine Wissenschafts- und Industrienation wie Deutschland völlig unbefriedigend", sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung.

Egal ob das die Unmöglichkeit sei, im ICE eine Telefonat zu Ende zu führen oder ohne Störungen eine Lernplattform zu benutzen. "Gerade in den Schulen hätte über den Sommer mehr passieren können", sagte der Wissenschaftler. "Aber ich denke, aus diesen Defiziten wird man Lehren ziehen."

Des Weiteren betonte Haug, dass sich die Corona-Warn-App erheblich verbessern ließe, wenn man sie weiterentwickeln würde. "Dabei müssen Gesundheitsschutz und Datenschutz vernünftig gegeneinander abgewogen werde", sagte er. "Auch die digitale Erfassung und die übergreifende Logistik beim Impfen muss mit Blick auf die bald höhere Verfügbarkeit von Impfstoffen deutlich professioneller werden." Klimaforscher Haug ist seit einem Jahr Präsident der Leopoldina. Er übernahm das Amt am 1. März 2020. Sein Vorgänger war der Mikrobiologe Jörg Hacker.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)


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