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Gentechnik-Experte: Bundesregierung muss sich für nationales Gen-Pflanzen-Verbot einsetzen

Archivmeldung vom 26.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Das Logo „Ohne Gentechnik“
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Der Gentechnik-Experte bei Greenpeace, Dirk Zimmermann, fordert die Bundesregierung auf, sich in den Verhandlungen mit der EU-Kommission und den Europaabgeordenten für ein nationales Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen einzusetzen. "Der Ball liegt nun im Spielfeld der Bundesregierung. Im Trilog mit Parlament und Kommission muss sie die Steilvorlage der Abgeordneten nutzen, um zu retten, was sie selbst maßgeblich mitverursacht hat", schreibt Zimmermann in einem Gastbeitrag für die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland" (Donnerstagausgabe).

Das EU-Parlament hatte kürzlich gegen eine Vorlage der Kommission gestimmt, die nationalen Verboten große Hürden auferlegt hätte. Die Europaabgeordneten sprachen sich stattdessen dafür aus, ganze Gruppen von Gen-Pflanzen - Arten oder Eigenschaften - ausschließen zu können.

Zimmermann weist auch darauf hin, dass die Zulassung des Gen-Maissorte 1507 auf EU-Ebene bevorsteht. Es fehle nur noch auf die Unterschrift des Gesundheitskommissars. "Angesichts der überwältigenden Ablehnung des Gen-Pflanzen-Anbaus in Deutschland kann und darf dann nichts anderes als ein nationales Anbauverbot die Antwort der Bundesregierung sein", so Zimmermann. Der Agrarbiologe fordert darüber hinaus, das gesamte Zulassungsverfahren zu überprüfen. "Solange hier nicht umfassende Reformen erfolgt sind, kann die Forderung nur eine sein: Gen-Pflanzen dürfen nicht auf den Acker."

Quelle: neues deutschland (ots)

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