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Linke-Abgeordneter Kessler kritisiert: Bundesregierung lässt zu, dass Medizinische Versorgungszentren durch Investoren übernommen werden

Archivmeldung vom 01.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Achim Kessler (2017)
Achim Kessler (2017)

Foto: Ptolusque
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

»Die Bundesregierung sieht der Übernahme von Gesundheitseinrichtungen durch Großinvestoren tatenlos zu«, kritisiert der LINKE-Abgeordnete Achim Kessler gegenüber der Tageszeitung "neues deutschland". Der Sprecher für Gesundheitsökonomie der LINKE-Bundestagsfraktion bezieht sich dabei auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage. Die Bundesregierung sei nicht daran interessiert zu erfahren, wem die mittlerweile fast 3000 Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) gehören.

Da Finanzinvestoren über den Erwerb auch von kleinen Krankenhäusern das Recht erhalten, MVZ zu gründen, steht auf diesem Wege nun auch die ambulante Versorgung für Kapitalinteressen offen. Auch das Potential der MVZ, die Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Gebieten zu verbessern, wird verschenkt, weil sich bislang nur 14 Prozent der Einrichtungen in ländlichen Gemeinden befinden. Zudem arbeiten nur fünf Prozent aller Hausärztinnen und Hausärzte in MVZ. »Die Entwicklung hin zu spezialisierten MVZ in der Stadt bringt den Patienten, die um ihre künftige Versorgung bangen, herzlich wenig«, befürchtet Kessler.

Quelle: neues deutschland (ots)

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