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Lindner: "Harter Lockdown ist nicht der Königsweg"

Archivmeldung vom 23.12.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.12.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Freepik / WB / Eigenes Werk
Bild: Freepik / WB / Eigenes Werk

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat Rufe nach härteren Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen zurückgewiesen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) sagte der FDP-Politiker: "Wir zögern nicht, sondern wir handeln. Allerdings ist für uns der harte Lockdown nicht der Königsweg, sondern nur die letzte Möglichkeit, weil seine sozialen und wirtschaftlichen Kosten so hoch sind."

Er nehme "natürlich wahr, dass in den sozialen Medien viele nach Lockdown rufen". "Auf der anderen Seite sehe ich aber die Menschen, die erneut Angst vor Vereinsamung, Schulschließung oder dem Verlust der wirtschaftlichen Existenz haben. Deshalb ist es das Ziel der gesamten Bundesregierung und des Krisenmanagements, das zu vermeiden", sagte Lindner der NOZ.

Die neue Bundesregierung habe die Strategie gewählt, "die Kurve der Pandemie nicht durch einen Lockdown abzuflachen, sondern durch Boostern und nur gezielte Kontaktbeschränkungen". Der Minister verwies auf "die erfolgreichste Booster-Kampagne in Europa". Omikron und die drohende fünfte Welle seien neue Herausforderungen. Deshalb gebe es Kontaktbeschränkungen, die nun ja noch einmal erweitert würden.

Um auf neue Varianten schnell reagieren zu können, will der Minister die Impfinfrastruktur weiter verbessern. "Mittelfristig sollten wir die Fähigkeit aufbauen, bei Bedarf innerhalb eines Monats die gesamte Bevölkerung boostern zu können", sagte Lindner der NOZ.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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