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Wahlkampfversprechen: Grüne wollen bundesweit einheitliches Müllsystem einführen

Archivmeldung vom 18.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Plastiktüten werden oft nur einmal benutzt und landen dann im Müll. Bild: NABU/Sebastian Hennigs
Plastiktüten werden oft nur einmal benutzt und landen dann im Müll. Bild: NABU/Sebastian Hennigs

Die Grünen wollen bei einer möglichen Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl ein neues Müllsystem einführen und den Gelben Sack abschaffen. "Mülltrennen soll einfacher werden. Wir Grünen wollen ein bundesweit einheitliches Müll- und Recyclingsystem. Wir wollen die deutschlandweite Wertstofftonne einführen. In die kommt alles rein, was recycelt werden kann: von der Bratpfanne bis zum Joghurtbecher", sagte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt der "Bild am Sonntag". Allein dadurch könne man "450.000 Tonnen Müll im Jahr zusätzlich recyceln".

Den Gelben Sack "schaffen wir ab", so die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag. "Die Kommunen setzen die Müllabfuhr und das Recycling dann um. Das Recycling koordiniert künftig eine Stelle unter staatlicher Aufsicht." Die Spitzenkandidatin übte gleichzeitig Selbstkritik am bisherigen Wahlkampf ihrer Partei: "Wir haben die Bedeutung unserer Themen bislang nicht richtig vermitteln können. Wir gehen jetzt direkt zu den Leuten, auch an die Haustür.

So drehen wir den Trend um." Göring-Eckardt will beim Kampf gegen das Umfragetief konsequent auf Öko-Themen setzen: "Wenn ich mir die Klimaerhitzung anschaue, dann ist die Kacke wirklich am Dampfen, selbst wenn das gerade nicht Tischgespräch Nummer eins in Deutschland ist." Klimaschutz sei auch eine Überlebensfrage für die deutsche Industrie: "Wenn wir weiter auf den Verbrennungsmotor statt E-Mobilität setzen, dann werden wir links und rechts von Amerikanern, Indern und Chinesen überholt."

Den anderen Parteien im deutschen Bundestag sprach Göring-Eckardt die ökologische Kompetenz ab: "Wir sind die einzige Adresse, wenn es um Umwelt, Natur und Klima geht. Bei 70 Minuten Martin Schulz kommt das Wort Klima nicht einmal vor. Ex-Umweltministerin Angela Merkel hat das Thema vergessen. Und dass die FDP Umweltschutz nur als störend empfindet, ist genauso bekannt wie, dass die Linke für die Braunkohle steht."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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