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Neuer Mitgliederrekord bei den Grünen

Archivmeldung vom 28.02.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.02.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bündnis90 / Die Grünen: Wasser predigen, Wein trinken... (Symbolbild)
Bündnis90 / Die Grünen: Wasser predigen, Wein trinken... (Symbolbild)

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Die Grünen erleben einen Mitgliederboom wie keine andere Partei. "Im vergangenen Jahr ist unsere Mitgliederzahl um 21.176 auf 96.487 gestiegen - ein Zuwachs um gut 28 Prozent", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Als Gründe für die vielen Eintritte nannte er die Themen Europa, Klimaschutz und Demokratie. "Die Angst vor dem Auseinanderbrechen der Demokratie hat sicher viele bewegt, ein Zeichen zu setzen und sich politisch zu engagieren." Im vergangenen Jahr traten bundesweit 23.820 Menschen bei Bündnis90/Die Grünen ein. Die Landesverbände registrierten 2635 Austritte. Die Ökopartei sei weiblicher, ostdeutscher und jünger geworden. Rund 40 Prozent der Neumitglieder sind zwischen 16 und 35 Jahre alt, "Fridays for Future" lässt grüßen.

So sank der Altersdurchschnitt aller Parteimitglieder der Grünen von 49 auf 48,1 Jahre. "Unseren Frauenanteil haben wir von 40,5 auf 41,0 Prozent leicht erhöht - der beste Wert aller Parteien." Vom angestrebten Frauenanteil von 50 Prozent sei die Partei aber noch ein gutes Stück entfernt. In den Landesverbänden lägen die Frauenanteile zwischen 36,3 Prozent in Sachsen und 44,2 in Schleswig-Holstein. "Was mich als gebürtigen Thüringer besonders freut, ist, dass wir i n Ostdeutschland prozentual gesehen stärker wachsen als im Westen. In Brandenburg ist die Mitgliederzahl um fast 43 Prozent gestiegen", sagte Kellner.

Die 100.000-Mitgliedermarke könnten die Grünen vor Ostern knacken. Die vielen Neumitglieder seien für die Partei ein "Energieschub" sowie dank der Mitgliedsbeiträge finanziell ein Gewinn. Zu den Volksparteien CDU und SPD, die 2019 erneut Tausende Mitglieder verloren, sieht der grüne Parteimanager noch einen gehörigen Abstand. "CDU und SPD haben mit über 400.000 immer noch vier Mal so viele Mitglieder wie wir. Deren Wahletats sind nach wie vor mehr als doppelt so groß wie unsere. Das müssen wir mit Schnelligkeit, Gewitztheit und den richtigen Themen wettmachen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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