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Bei Inzidenz unter 100: Niedersachsens Wirtschaftsminister will Außengastronomie ab dem 10. Mai öffnen

Archivmeldung vom 30.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Hütchenspiel, Betrug, Manipulation und falsches Spiel (Symbolbild)
Hütchenspiel, Betrug, Manipulation und falsches Spiel (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Althusmann: Gefahr einer Corona-Infektion lauert vor allem drinnen, nicht draußen - Zustimmung und Unterstützung vom Gaststättenverband

Hannover. Das Wirtschaftsministerium in Niedersachsen macht Druck bei der Öffnung der Außengastronomie. "Die Gefahr einer Corona-Infektion lauert vor allem drinnen, nicht draußen. Es sollte bei einem regionalen Inzidenzwert unter 100 also möglich sein, die Außengastronomie mit der kommenden Corona-Verordnung noch im Mai zu öffnen", erklärte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Gleichzeitig müsse eine Öffnung an bestimmte Auflagen wie ein Hygienekonzept, digitale Kontaktnachverfolgung, Tischreservierung und eine festgelegte Sperrstunde geknüpft werden, fügte der CDU-Politiker und stellvertretende Ministerpräsident hinzu.

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen gilt noch bis zum 9. Mai. Mit seiner Forderung strebt Althusmann also eine Öffnung der Außengastronomie ab dem 10. Mai an. Regierungssprecherin Anke Pörksen hatte sich in dieser Frage zurückhaltend geäußert. Die Sprecherin von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erklärte lediglich, dass es innerhalb der Landesregierung Überlegungen gebe, bei Angeboten unter freiem Himmel mehr möglich zu machen, wollte sich aber mit Blick auf den Zeitpunkt einer möglichen Umsetzung weder auf ein konkretes Datum noch auf einen Monat festlegen.

Das Vorpreschen Althusmanns nennt Rainer Balke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Niedersachsen, ein "in dieser Phase absolut notwendiges Zeichen". "Nach jetzt sechs Monaten Lockdown am Stück sind die Betriebsinhaber und ihre Beschäftigten in Niedersachsen zutiefst frustriert und der Depression nahe. Sie sehen ihre Lebenswerke vor der Zerstörung und einer ungewissen Zukunft entgegen", betonte Balke. Die Teilöffnung der Betriebe sei daher dringend erforderlich, um zu signalisieren, dass es mit der Branche wieder aufwärtsgehe.

Das Gastgewerbe werde "jeden sinnvollen Weg mitgehen, um diese Öffnung zu erreichen", kündigte Balke an. Positive Beispiele im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz zeigten, dass die Teilöffnung erfolgreich und "in dieser schwierigen Zeit" genau das sei, wonach auch die Bevölkerung jetzt verlange. "Wir haben die Konzepte, um das Ansteckungsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Dies haben wir in der Sommerphase 2020 ab Mai unter Beweis gestellt. Wir würden es auch bei einer jetzigen Öffnung wieder beweisen", sicherte der Dehoga-Hauptgeschäftsführer zu und verwies darauf, dass jedes vierte Restaurant und Hotel in Niedersachsen aktuell kurz vor der Geschäftsaufgabe stehe. Landesweit gibt es nach Verbandsangaben rund 20.000 Gastronomiebetriebe.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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