Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Grüne für Fortsetzung von Cum-Ex-Untersuchungsausschuss

Grüne für Fortsetzung von Cum-Ex-Untersuchungsausschuss

Archivmeldung vom 19.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bündnis 90 / Die Grünen Logo
Bündnis 90 / Die Grünen Logo

Bild: B90/ Die Grünen

Der Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick hat eine Fortsetzung des Bundestags-Untersuchungsausschuss gefordert, der sich mit Cum-Ex-Aktiengeschäften befasst. "Nach den neuen Erkenntnissen können wir im Bundestag nicht einfach stupide den von der Koalition vorgegebenen Zeitplan abarbeiten", sagte Schick den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wir riskieren sonst, dass der Abschlussbericht schon bei Veröffentlichung völlig veraltet ist."

Die neuen Erkenntnisse der Ermittler in Nordrhein-Westfalen könnten nur genutzt werden, wenn weitere Zeugen befragt und neue Dokumente gewürdigt werden. "Ich fordere deshalb die Koalition auf, den Weg für zusätzliche Zeugenbefragungen und Beweisbeschlüsse im Ausschuss frei zu machen", verlangte Schick. Der Obmann der SPD in dem Ausschuss, Andreas Schwarz, rief die Banken und Anlageberater zur Kooperation auf: "Ich fordere die beteiligten Banken auf, klaren Tisch zu machen und den Ermittlern bei ihrer Arbeit zu helfen."

Gerade die Banken sollten ein Interesse daran haben, "den Steuerzahlern, die sie mit ihrem Geld in der Finanzkrise gerettet haben, mit ehrlichen Augen ins Gesicht zu blicken", sagte Schwarz den Zeitungen. Er verlangte mehr und besser bezahlte Steuerfahnder und Betriebsprüfer. Auch müssten die beteiligten Behörden besser zusammenarbeiten.

Zuvor war bekannt geworden, dass Ermittler der Staatsanwaltschaft Köln und des Landeskriminalamts NRW Insider-Informationen darüber erhalten haben, wie die unter der Bezeichnung "Cum-Ex" bekannten Börsen-Geschäfte abgelaufen sind. Dem Staat sollen dabei mehrere Milliarden Euro Kapitalertragsteuer entgangen sein.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Videos
Daniel Mantey Bild: Hertwelle432
"MANTEY halb 8" deckt auf - Wer steuert den öffentlich-rechtlichen Rundfunk?
Mantey halb 8 - Logo des Sendeformates
"MANTEY halb 8": Enthüllungen zu Medienverantwortung und Turcks Überraschungen bei und Energiewende-Renditen!
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte geck in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige