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FDP für stärkere Impf-Einbindung der niedergelassenen Ärzte

Archivmeldung vom 30.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Impfen, Menschenversuch (Symbolbild)
Impfen, Menschenversuch (Symbolbild)

Bild: Stefan Bayer / pixelio.de

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner plädiert für eine zügige Verimpfung der Impfreserve und eine maximale Streckung des Zeitraums zwischen zwei Impfungen, damit schnell mehr Impfstoff bereitsteht. "Nach unserer Vorstellung müssten alle fünf Millionen Impfungen aus der Impfreserve jetzt verimpft werden, bei jedem Impfstoff sollte die Zeit zwischen den beiden Impfungen maximal gestreckt werden", sagte er der "Rheinischen Post".

"Außerdem müssen die niedergelassenen Ärzte und die Betriebsärzte alle vollständig einbezogen werden." Die Fixierung allein auf die öffentlichen Impfzentren - "mit der bisweilen doch schwerfälligeren Logistik - sollte aufgegeben werden", sagte Lindner der Zeitung.

Ab Montag wird im Bundestag ebenfalls geimpft. Lindner, der auch FDP-Fraktionschef ist, sagte der "Rheinischen Post", er würde sich auch mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. "Das ist für mich eine sehr klare Abwägung. Astrazeneca ist ein in Deutschland zugelassener Impfstoff", sagte der FDP-Chef. Er schlug vor, "dass die Bundesregierung aktiv mit unseren Partnern in Europa darüber verhandelt, damit dort ungenutzte Astrazeneca-Lieferungen nach Deutschland geliefert werden". Schleswig-Holstein etwa habe mit Dänemark über die Überlassung des Impfstoffs schon erfolgreich gesprochen. "Das könnte Vorbild für die Bundesrepublik sein, damit der Impfstoff an Freiwillige abgegeben werden kann." Eine Debatte über eine allgemeine Impfplicht brauche es noch nicht, wohl aber eine über bessere Aufklärungskampagnen an sozialen Brennpunkten, sagte Lindner weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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