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Sachsens CDU-Generalsekretär weist Vorwürfe gegen Milbradt zurück

Archivmeldung vom 07.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer hat Vorwürfe gegen Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) wegen dessen privater Beteiligung an einem Immobilienfonds zurückgewiesen. Es handle sich um eine "ganz normale Beteiligung wie für jeden anderen Kunden auch, ohne jegliche Sonderkonditionen", sagte Kretschmer dem Berliner "Tagesspiegel".

Es sei ein öffentlich beworbener Fonds mit höchster Transparenz, an dem 1700 Sparkassenkunden beteiligt seien. Auf Milbradt entfalle ein Anteil von etwa 0,001 Prozent. Auch ein Ministerpräsident habe einen Anspruch auf Privatsphäre. Kretschmer richtete Vorwürfe an die Adresse der sächsischen SPD, die mit der CDU in Dresden eine Koalition bildet. Von der  SPD werde "über ihr freies Radikal Karl Nolle ständig versucht, den Ministerpräsidenten zu skandalisieren", sagte Kretschmer.

Mit dem Immobilienfonds, an dem Milbradt mit 50 000 Euro beteiligt sein soll, wurde 1996 der Bau des Verwaltungsgebäudes der Sachsen LB in Leipzig finanziert. Weil Milbradt in seiner damaligen Funktion als sächsischer Finanzminister zugleich Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sachsen LB war, wirft ihm die sächsische Linkspartei vor, ein Insidergeschäft betrieben zu haben. Nolle hatte den Ministerpräsidenten in der jüngsten Sitzung des Landtags-Untersuchungsausschusses zur Sachsen LB zu seiner Beteiligung an dem Fonds befragt, worauf Milbradt einräumte, Anteile an dem Fonds zu halten, die teilweise durch einen Kredit der Landesbank finanziert würden. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte in seiner jüngsten Ausgabe Details zu diesem Geschäft enthüllt.

Quelle: Der Tagesspiegel

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