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Facebook-Forscher: Lebenswelten der Parteianhänger grundverschieden

Archivmeldung vom 07.08.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.08.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Facebook-Forscher halten mit Blick auf das Ergebnis der bevorstehenden Bundestagswahl einige Koalitionen schon jetzt für unpassend: Hinsichtlich der Lebenswelten der Parteianhänger hätten weder die sogenannte Jamaika- noch eine Ampelkoalition oder Schwarz-Grün gute Aussichten, meinen die Medienforscher Klaus Holthausen und Alexander Güttler. Das belegt ihre bisher unveröffentlichte Untersuchung "Politik intern 13", die der "Zeit" vorliegt.

Darin analysierten die Wissenschaftler 20.000 Facebook-Profile in Bezug auf Parteianhängerschaft. "Zwischen grünem und schwarz-gelbem Kosmos gibt es praktisch keine Gemeinsamkeiten", so Studienleiter Güttler. Für Rot-Rot-Grün stünden dagegen die Chancen besser: "Die Anti-Haltung der SPD und der Lifestyle-Idealismus der Grünen multiplizieren sich im Genom der Linken", heißt es in der Erhebung.

Die Forscher fanden heraus, dass sich Unionsanhänger weit mehr als alle anderen für Fußball interessieren und von politischen Themen wenig bewegt sind. "SPDler positionieren sich vor allem gegen Sachen", sagt Güttler. Bei den Grünen erkannten die Forscher "eine hohe Moral und einen Hang zum Gutmenschentum". Unter Freidemokraten löse, so die Erhebung, gerade diese Lebenswelt regelrechte Abscheu aus.

Ihre Forschungsmethode verstoße, so der Informatiker Klaus Holthausen, nicht gegen Datenschutzrichtlinien: "Die Untersuchung greift nur auf Daten zurück, die auf Facebook frei verfügbar sind."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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