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AfD Brandenburg: Zusammenarbeit mit Verlag aus "Identitären"-Umfeld

Archivmeldung vom 16.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Fragezeichen & Grübeln (Symbolbild)
Fragezeichen & Grübeln (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die AfD Brandenburg verkauft ihre Werbemittel mithilfe einer Website, die zum Umfeld der rechtsextremen "Identitären Bewegung" (IB) gezählt wird, obwohl die IB auf der "Unvereinbarkeitsliste" der AfD steht, auf der die Partei Organisationen auflistet, mit denen nicht zusammengearbeitet werden darf.

Das berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Wer auf einer vom Landesverband für den Wahlkampf aufgebauten Internetseite Kugelschreiber oder Schlüsselbänder mit AfD-Aufdruck bestellen möchte, landet beim Onlineshop des Arcadi-Verlags. Der Verlag gibt ein Magazin heraus, das vom Verein "Ein Prozent" unterstützt wird. Dieser wiederum sammelt auch Geld für die IB und verkauft das Arcadi-Magazin auf seiner Website. Funktionäre der IB schreiben zudem Artikel für das Magazin oder treten bei dessen Veranstaltungen auf. "Arcadi ist das identitäre Lifestyle-Magazin im Mediensystem der Neuen Rechten", sagte Politikberater Johannes Hillje. "Es ist der Versuch, eine neue hippe rechtsradikale Jugendkultur zu etablieren."

Die AfD Brandenburg war sich des Problems offenbar bewusst und schreibt auf ihrer Seite: "Wir distanzieren uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten." Ein Sprecher teilte auf Anfrage mit: "Eine "enge Vernetzung" des Arcadi-Magazins mit der IB ist uns nicht bekannt." Der Betreiber sei Mitglied des AfD-Kreisvorstands Leverkusen. "Über Geschäftsbeziehungen des Magazins können wir als AfD-Brandenburg keine Aussagen treffen." Arcadi will nicht beantworten, was sie mit den AfD-Artikeln verdienen. Die Redaktion behauptet zudem, es bestehe keine Zusammenarbeit mit der IB, jedoch "mit "Ein Prozent" verbindet uns eine kooperative Zusammenarbeit".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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