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Wirtschaftssoziologe Klaus Dörre: Von Rechtsruck in Betriebsräten zu sprechen ist übertrieben

Archivmeldung vom 22.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
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Bild: Tony Hegewald / pixelio.de

Angesichts der Ergebnisse bei den bundesweit derzeit stattfindenden Betriebsratswahlen warnt der Soziologe Klaus Dörre davor, die Ergebnisse rechtsextremer Kandidatenlisten überzubewerten. "Von einem Rechtsruck zu sprechen, halte ich für übertrieben", sagte der Professor für Arbeits- und Wirtschaftssoziologie an der Universität Jena im Gespräch mit der Tageszeitung "neues deutschland".

Bundesweit für Aufsehen gesorgt hatten die Kandidaturen der rechten Gruppe "Zentrum Automobile", etwa am Mercedes-Standort in Untertürkheim und beim Autobauer BMW in Leipzig, wo die Kleinstgewerkschaft jeweils zweistellige Ergebnisse erzielte. Auf die Frage, ob es Unterschiede zwischen Ost und West gebe, antwortete Dörre: "Das Potenzial gibt es im Osten wie im Westen. Richtig ist aber, dass wir im Osten ein Ende der Bescheidenheit erleben. Viele wollen es nicht länger hinnehmen, als Arbeitnehmer zweiter Klasse behandelt zu werden."

Dörre rät den großen Gewerkschaften wie der IG Metall, das Problem dennoch nicht kleinzureden. "An einer offensiven Auseinandersetzung mit der völkischen Rechten auch in den eigenen Reihen führt kein Weg vorbei." Es gelte, sich auch schwierigen Themen zu stellen: "Heiße Eisen wie die Migrationsfrage dürfen nicht aus der gewerkschaftlichen Kommunikation ausgeklammert werden."

Quelle: neues deutschland (ots)

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