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SPD greift Kanzlerin wegen Schröders umstrittener Personalpolitik an

Archivmeldung vom 18.07.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.07.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kristina Schröder / Bild: bmfsj.de
Kristina Schröder / Bild: bmfsj.de

Die SPD hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für die umstrittene Personalpolitik ihrer Familienministerin Kristina Schröder (beide CDU) mitverantwortlich gemacht und Konsequenzen gefordert. Weder die Personalpolitik der Ministerin noch das Betreuungsgeld seien vertretbar.

"Statt Geld in den Kitaausbau zu investieren und sich um die wirklichen Probleme von Kindern und Familien in diesem Land zu kümmern, setzt sie falsche Gesetze durch und vertritt eine ideologische Personalpolitik", sagte der Sprecher der konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, "Handelsblatt-Online". "Die Verantwortung hierfür trägt Frau Merkel. Sie hat sie berufen, hält an ihr fest und ist daher verantwortlich."

Schröder hatte ihre Gleichstellungsexpertin Eva Maria Welskop-Deffaa in den einstweiligen Ruhestand versetzt, was in den vergangenen Tagen für massive Kritik gesorgt hatte. Auch die 1.600 Frauenbeauftragten der deutschen Kommunen sollen gegen den Rauswurf protestiert haben. Die bisherige Leiterin der Abteilung Gleichstellung und Chancengleichheit gilt als national und international anerkannte Frauenrechtsexpertin. Die Gründe für die Entscheidung von Schröder bleiben im Dunkeln - allerdings wird kolportiert, dass Welskop-Deffaa bei Betreuungsgeld und Frauenquote eine andere Position als die Ministerin gehabt haben soll.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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