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Umfrage: Mehrheit sieht in CDU keine Alternative zu Merkel

Archivmeldung vom 16.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Angela Merkel bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages der 18. Wahlperiode des Bundestages (2013).
Angela Merkel bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages der 18. Wahlperiode des Bundestages (2013).

Foto: Martin Rulsch
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

CDU-Chefin Angela Merkel ist in ihrer Partei alternativlos - zumindest in den Augen vieler Bürger: Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Digitalzeitung "Handelsblatt Live" (Donnerstagausgabe) glauben nur 14 Prozent der Deutschen, dass ein anderer CDU-Politiker die Union bei der Bundestagswahl 2017 zu einem ähnlich guten Ergebnis führen könnte wie die Bundeskanzlerin bei der Wahl 2013.

Die Union schrammte im letzten Jahr mit 41,5 Prozent der Stimmen nur knapp an der absoluten Mehrheit der Parlamentssitze vorbei. Merkel hält sich kurz vor ihrem 60.Geburtstag am Donnerstag zu ihren Zukunftsplänen über die Wahlperiode hinaus bedeckt. Die laufende Wahlperiode werde sie "selbstverständlich" komplett amtieren, sagte Merkel am Wochenende im ZDF.

Doch auch die überwältigende Mehrheit der Unionsanhänger kann laut der Forsa-Umfrage keinen geeigneten Kandidaten in der CDU neben Merkel erkennen. Vor allem Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird immer wieder als potenzielle Nachfolgerin genannt. Zwei Drittel der Anhänger der Union jedoch sehen aktuell keine Alternative zu ihrer jetzigen Parteivorsitzenden.

Trotz der Zustimmung quer durch alle Parteien sind 66 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Merkel ähnlich wie der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ein Reformprogramm auflegen sollte, um Wachstum und Beschäftigung in Deutschland angesichts etwa der zunehmenden Alterung der Gesellschaft zu fördern. 61 Prozent der Unionsanhänger befürworten ein Reformprogramm. Unter den SPD-Anhängern sprechen sich sogar 73 Prozent dafür aus. Insgesamt meinen lediglich 26 Prozent, dass ein solches Reformprogramm nicht nötig ist.

In ihrem neunten Amtsjahr wird Merkel von den Bundesbürgern in der Rangliste der "bedeutendsten Kanzler" hinter Helmut Schmidt (28 Prozent), Helmut Kohl (19 Prozent), Konrad Adenauer (18 Prozent) und Willy Brandt (14 Prozent) eingestuft. Mit sieben Prozent liegt Merkel vor Schröder, Ludwig Erhard und Kurt Georg Kiesinger. Dass Angela Me! rkel nur sieben Prozent der Bürger für die bedeutendste Kanzlerin halten, lasse sich laut Forsa auch darauf zurückführen, dass sie als aktive Politikerin noch nicht als historische Figur wahrgenommen wird. "Von den jüngeren Befragten unter 30 Jahren wird sie, wie auch Gerhard Schröder, deutlich häufiger genannt als von den anderen Altersgruppen", so die Meinungsforscher.

Umfrage: Jeder Vierte will Merkel auch in zehn Jahren als Kanzlerin

Angela Merkel (CDU) feiert am Donnerstag ihren 60. Geburtstag und jeder vierte Bundesbürger wünscht sich laut einer Umfrage, dass sie auch noch ihren 70. im Amt der Bundeskanzlerin erleben wird. In der Forsa-Umfrage für den "Stern" gaben dies 26 Prozent der Befragten an. Die überwiegende Mehrheit von 68 Prozent wünscht sich allerdings, dass Merkel nicht bis ins hohe Rentenalter Kanzlerin bleibt. Eine Amtszeit bis 2024 wünschen sich besonders häufig Ostdeutsche (34 Prozent), 14- bis 29-Jährige (34 Prozent) und Anhänger der Union (41 Prozent).

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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